Andacht mit
Stammapostel i.R. Leber
in Nordheide

Mehr als 30.000 Zuschauer verfolgten am Mittwochabend, 13. Mai 2020, die Andacht des Bezirks Hamburg-Süd, die per Live-Stream auf YouTube und per Telefon übertragen wurde. Bezirksältester Wolfgang Hausmann zeigte sich begeistert von dieser Teilnehmerzahl, doch sei sie nicht überraschend. Denn Grund für das "bundesweite Interesse", so der Bezirksälteste, sei Stammapostel i.R. Wilhelm Leber, der den Hauptteil dieser Andacht übernahm.

Die Andacht mit Stammapostel Leber wurde aus seiner „Heimatgemeinde“ Nordheide übertragen und auch die musikalische Gestaltung übernahmen drei Mitglieder des Bezirks Hamburg-Süd. Als Grundlage der Andacht diente Lukas 12,34: „Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“

Alltägliche Schätze

„Ein Schatz ist etwas Großes, etwas Wichtiges“, erläuterte der Stammapostel, „und das Herz ist der Sitz der Entscheidungen, die Quelle der Willenskraft.“ Diese zwei Begriffsdefinitionen fügte er zu einem Gesamtbild zusammen: „Dort, wo einem etwas besonders wichtig ist, da hängt man sein Herz daran.“

Diese Definition veranschaulichte der Stammapostel durch das alltägliche Beispiel von der Liebe eines Menschen zu einem Auto, welches sichtbar werde durch die Pflege des Wagens oder die offensichtliche Freude daran: „Wenn der Mensch etwas als Schatz empfindet, dann engagiert er sich auch, dann hält er diesen Schatz hoch.“

Geistliche Schätze

Von diesem alltäglichen Beispiel schlug der Stammapostel den Bogen zu drei geistlichen Schätzen, die er in den Mittelpunkt der Andacht stellte. Als ersten Schatz nannte er die Verbindung zu Gott, die insbesondere im Gebet zu spüren sei: „Ist das noch unser Schatz, dass wir Verbindung haben zu Gott?“, stellte er als Frage in den Raum und betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Pflege des Gebetslebens.

Als zweiten Schatz nannte er die Gnade Gottes, die Sündenvergebung. Dabei ging es in seinen Ausführungen nicht allein um die Gnade, die von Gott komme, sondern auch um die Gnade, die Menschen gegenüber ihrem Nächsten zeigten: „Wir wollen uns der Gnade Gottes würdig erweisen, indem wir auch selbst Gnade walten lassen.“

Die Hoffnung auf die Wiederkunft Christi stellte der Stammapostel als dritten geistlichen Schatz in den Fokus, den es vor möglichen Zweifeln zu bewahren gelte.

Die geistlichen Schätze bewahren

Zum Ende der Andacht ging der Stammapostel auch auf die aktuelle Situation in der Corona-Krise ein und eröffnete seine Perspektive auf die Denkweise der Menschen: „Es ist interessant zu sehen, wie sich so Wertigkeiten verändern können.“ So habe zunächst die Gesundheit der Menschen an erster Stelle gestanden. Doch mit der Zeit seien auch andere Themen wie das Recht auf Freiheit bis hin zum Fußball wieder in den Fokus der öffentlichen Diskussionen gerückt.

Dabei ginge es dem Stammapostel nicht um eine Bewertung dieser Priorisierung, sondern, übertragen auf das Bibelwort, um die Bewahrung der Wertigkeit geistlicher Schätze im Alltag.